Nachhilfe -
ganz schön schlau!

Pressemeldung

Vom Zusammenspiel von Nachhilfe und Schule – MdL Moritz Körner diskutierte mit Mitgliedern des VNN über notwendige Neuerungen des Schulsystems und Hilfen für Eltern und Schüler



Solingen/Erftstadt, 27.2.2018. Unterrichtsausfall, Lehrermangel, Quereinsteiger, Inklusion, Schulempfehlung, steuerliche Absetzbarkeit von Nachhilfe – die Liste der Themen, über die Moritz Körner, Mitglied des Düsseldorfer Landtags, mit den Mitgliedern des Bundesverbands Nachhilfe- und Nachmittagsschulen e. V. (VNN) diskutierte, war lang. Eingeladen hatte der Verband zu der Diskussion am Samstag, 24.2.2018 im Rahmen der Regionaltagung NRW in das Lernzentrum Solingen. Am Ende des Austauschs räumte Körner ein, dass er das Schulsystem nun auch aus einer neuen Perspektive sehe, nämlich aus der der Nachhilfebranche.

Einigkeit herrschte darin, dass Eltern, die durch Nachhilfe einen freiwilligen Beitrag zur Aus- und Weiterbildung ihrer Kinder leisten, steuerlich entlastet werden müssten. Mit dem Hinweis darauf, dass ja auch berufliche Weiterbildung von der Steuer absetzbar sei, unterstützte Körner die Forderung des VNN nach der steuerlichen Absetzbarkeit von Nachhilfe.

Erstaunt zeigte er sich von den Bedingungen, die an die Finanzierung von Nachhilfe aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) geknüpft sind. „Das Bildungsministerium NRW leistet dem Schwarzmarkt Vorschub, indem es die institutionelle Nachhilfe und damit die eigentlichen Spezialisten als mögliche Dienstleister im Rahmen von Bildung und Teilhabe ausgrenzt“, empörte sich Dr. Cornelia Sussieck, Vorsitzenden des VNN. „Das ist, als wenn die Renovierung eines Schulgebäudes ausgeschrieben, aber Fachfirmen ausgeschlossen würden.“ Damit verhindere man, dass Schüler rechtzeitig professionelle Hilfe erhielten. Körner versprach dem Verband, sich des Themas anzunehmen.

Damit professionelle Nachhilfe funktioniert, müsse die öffentliche Schule funktionieren, erklärte Gastgeber Wolfgang Sinkwitz vom Lernzentrum Solingen. „Die institutionalisierte Nachhilfe kann keinen Ersatzunterricht geben. Wir können aber Schülern, die Unterrichtsstoff verpasst haben, eine Schwäche in einem Fach haben, durch persönliche Ereignisse ins Hintertreffen geraten sind oder die Schule wechseln mussten, helfen, den Anschluss wieder zu finden.“

Übereinstimmung herrschte daher auch bei dem Wunsch von Körner nach verbindlicheren Schulempfehlungen: „Schüler, die in einer falschen Schule eingeschult worden sind und später ‚absteigen‘ müssen, sind keine glücklichen Schüler. Sie erleiden Frustrationen und verlieren ihre Freunde. Kindern in einer falschen Schulform ist auch durch Nachhilfe nicht zu helfen.“

Beeindruckt war Körner von den Leistungen der Nachhilfe, die Sussieck ihm anhand der versetzungsgefährdeten Schüler vorrechnete: Zwar wisse niemand genau, wie vielen Schülern dank Nachhilfe die Versetzung gelinge. „Nehmen wir aber einmal an, dass wir nur der Hälfte der Schüler helfen, die Versetzung zu schaffen, dann wären das 100.000 Schüler im Jahr. Bei 6.600 Euro, die jeder Schüler in NRW pro Jahr kostet, würde die institutionelle Nachhilfe dem Bund eine Ersparnis von jährlich 660.000.000 Euro bescheren.“

Körner, der Mitglied des Schulausschusses im Düsseldorfer Landtag ist, nahm auch Anregungen zur effizienteren Nutzung von Schulgebäuden und den Wunsch nach der Aufhebung des Kooperationsverbots und der Einführung von einheitlichen bundesweiten Standards mit aus dem Gespräch.

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