Nachhilfe —
ganz schön schlau!

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FAQs für Eltern

 

Wann sollte man Nachhilfe in Anspruch nehmen?



Nachhilfe ist immer dann sinnvoll, wenn Eltern oder Schüler sich Unterstützung wünschen. Das kann ein Prüfungsvorbereitungs-Kurs sein oder aber auch regelmäßiger schulbegleitender Unterricht in einem oder in mehreren Fächern. Wichtig ist es, ein Ziel zu formulieren. So nehmen viele Schüler zur Zwischenzeugniszeit Nachhilfe, um die Versetzung abzusichern, andere wollen im nächsten Zeugnis einen Schnitt mit einer 1 vor dem Komma haben.
Und natürlich ist Nachhilfe sinnvoll, wenn der Schüler Schwierigkeiten hat, dem Lernstoff zu folgen. Das kann infolge einer längeren Abwesenheit wegen Krankheit sein oder aufgrund eines Umzugs. Es gibt aber auch Schüler, die kleinschrittiger an Themen herangeführt werden müssen. Auch fehlende Lerntechniken können Ursache für Schwierigkeiten sein, sich den Lernstoff anzueignen.

Je zeitiger man mit der schulbegleitenden Förderung beginnt, umso schneller können die aufgetretenen Lücken geschlossen werden. Spätestens nach den ersten schlechten Zensuren sollte über eine gezielte Nachhilfe nachgedacht werden, um die Abwärtsspirale aus Verständnisschwierigkeiten, Wissenslücken, schlechten Noten und Demotivation zu stoppen.

Wie lange sollte Nachhilfe dauern?



Auch das ist individuell ganz verschieden. Wer sich auf eine Prüfung oder eine Klausur vorbereiten will, wird sicherlich eine kurzfristige Nachhilfe oder einen abgeschlossenen Kurs benötigen. Wer eine Schwäche in einem Schulfach oder in mehreren Schulfächern hat, wird eine längerfristige Lösung suchen. Wenn Eltern zuhause nicht helfen können, wird die Nachhilfeschule zu einer wichtigen Anlaufstelle, die individuell fördern kann.

Wovon hängt der Lernerfolg in der Nachhilfe ab?



Grundlage für erfolgreiches Lernen ist die Motivationslage des Schülers. Die wiederum hängt von ganz vielen Faktoren ab. Es ist die erste Aufgabe des Nachhilfelehrers, diese Ausgangslage zu ermitteln und zu bewerten. Erst wenn die Ursachen für die Lernschwierigkeiten ermittelt sind, kann man sich gezielt an die Aufarbeitung von fachlichen Defiziten machen. Gerade deshalb ist es ja auch so sinnvoll und wichtig, dass die Eltern die Unterstützung an einen Experten delegieren. Gerade in der Mittelstufe funktioniert das Lernen in der Familie oft ganz schlecht. Alle Beteiligte leiden dann an der schlechten Stimmung und der Erfolglosigkeit aller Bemühungen.

Was können Eltern tun, damit Nachhilfe gar nicht erst notwendig wird?



Es ist kaum möglich zu verhindern, dass Kinder irgendwann einmal professionelle Hilfe beim Lernen in Anspruch nehmen wollen oder müssen. Aber es ist wichtig, in den Grundschuljahren den Kindern eine Arbeitshaltung beizubringen und sie bei den Hausaufgaben zu beobachten und ihnen zu helfen, die Aufgaben ordentlich zu erledigen. In der weiterführenden Schule sollten die Eltern auch noch die ersten zwei Jahre beaufsichtigen, wie das Kind lernt und ihm ggf. regelmäßig Tipps geben und es auch „abhören“ bzw. Lernkontrollen durchführen. Vielfältige ergänzende Lern-Angebote außerhalb der Schule sind sinnvoll, um die Fantasie und das Interesse für die Welt zu wecken. Gemeinsame Spiele wie Brettspiele mit Grundschülern sollten auch nicht unterschätzt werden.

Gibt es schulische Unterschiede zwischen Jungs und Mädchen?



Das ist auch schwer zu beantworten. Sie sollten einen Schullehrer danach fragen. Wir beobachten, dass Mädchen in der Regel ordentlicher und fleißiger sind als Jungs. Zahlenmäßig gehen mehr Mädchen in die Nachhilfe-Institute als Jungs.

Macht Nachhilfe in den Ferien Sinn?



Ja, auf jeden Fall. Man kann die Zeit dann nutzen, in Ruhe Versäumtes aufzuholen oder sich auf eine Prüfung oder Klassenarbeit vorzubereiten. Gerade die Ferien sind eine Zeit, in der man entspannt lernen, nachholen und vorbereiten kann. Viele Schüler schätzen inzwischen dieses Angebot und buchen sogar Zusatzstunden oder Prüfungsvorbereitungskurse in den Ferien. Dies hat natürlich auch etwas mit Zeitplanung und Lerntechnik zu tun.

Gibt es Institute, die auch in den Ferien Nachhilfe anbieten?



Die meisten Nachhilfe-Institute bieten Unterricht auch in den Ferien an. Manchmal gibt es Sonderregelungen, dass der Unterricht z.B. als Kompaktkurs abgehalten wird. Hintergrund der Angebote in den Ferien ist es, dass Nachhilfe kontinuierlich und vor allem verlässlich angeboten wird. Das ist für Eltern und Schüler wichtig und sichert die konsequente Förderung und Übung.

Wie wichtig ist Regelmäßigkeit, also Nachhilfe über die Ferien hinaus?



Vielen Schülern fehlt die regelmäßige Übung. Dies gilt besonders in solchen Fächern, in denen sie sich ohnehin schwer tun. So entstehen mit der Zeit Lücken, das Wissens-Fundament beginnt zu bröckeln. Schließlich wird der Anschluss verpasst. Regelmäßiger schulbegleitender Nachmittagsunterricht ist ein guter Schutz vor dieser Entwicklung. Der Lehrer am Nachmittag kennt den Schulstoff und kann deshalb individuelle Übungen vorschlagen, damit der Schüler immer am Ball bleibt.

Was ist effektiver: Nachhilfe in Lerngruppen oder alleine daheim?



Das kommt auf den Schüler und seine Ziele an. Der Nachteil bei Nachhilfe Zuhause beim Schüler besteht darin, dass oft keine Arbeitsatmosphäre möglich ist: Die Mutter schaut dem Lehrer über die Schultern, die Spielsachen sind viel zu nah und die Katze springt auf den Schreib- oder Küchentisch. Auch hat der Lehrer kaum Zugriff auf Unterrichtsmaterial, wenn einmal ein Thema intensiver besprochen werden soll. In einem Institut ist das alles anders. Eine ruhige Arbeitsatmosphäre ist ebenso vorhanden wie Arbeitsmaterialien bis hin zum Kopierer, dem Internet und Schulbüchern.

Ob ein Schüler Einzel- oder Gruppenunterricht benötigt sollte in einem Beratungsgespräch mit dem pädagogischen Leiter des Instituts/der Nachhilfeschule besprochen werden. Es gibt bei allen beiden Formen des Unterrichts Vor- und Nachteile:

Einzelunterricht ist immer gut geeignet und oft sogar notwendig, wenn ein Schüler den Anschluss in einem Fach verpasst hat bzw. ein Stoffpensum schnell aufholen möchte. Dann braucht er den Coach, der ihm den Stoff genau nach seinem Lernvermögen geeignet aufbereitet. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass einige Schüler, die über einen längeren Zeitraum Einzelunterricht genossenen haben, ihre Selbstständigkeit verloren haben. Sie verlassen sich einfach zu sehr darauf, dass ihr Lehrer sofort einschreitet, wenn sie einen Fehler machen.
Gruppenunterricht in größeren Gruppen von mehr als 4 Schülern eignet sich nicht für eine individuelle Förderung, jedoch als Repetitorium zu Vorbereitung z.B. auf eine Prüfung. Hier kann nicht auf einzelne Wünsche eingegangen werden. Die teilnehmenden Schüler sollten daher keine grundlegenden Schwierigkeiten in diesem Unterrichtsfach habe. Es handelt sich hier um eine allgemeine Wiederholung von Stoff aus einem Fachgebiet.
Gruppenunterricht in einer fachhomogenen Kleingruppe (2-4 Schüler) ist für eine individuelle Förderung geeignet. Hier arbeiten geschulte Lehrkräfte binnendifferenziert. Die Kleingruppe eignet sich hervorragend für einen schulbegleitenden Unterricht für Schüler, die sich Sicherheit holen und zusätzlich üben möchten. Auch solche Schüler, die immer mal wieder einzelne Verständnisfragen haben oder sich auf eine Klassenarbeit vorbereiten möchten, sind hier gut aufgehoben. Der Gruppenunterricht fördert darüber hinaus auch das selbstständige Arbeiten der Schüler unter Anleitung.

Woran erkennt man ein gutes Nachhilfeinstitut?



Schüler und Eltern sollten bei der Suche nach der passenden Nachhilfeeinrichtung auf diese Punkte achten:

  1. Kostenlose, individuelle Beratung.
  2. Lernstandsdiagnose des Schülers und Entwicklung eines individuellen Förderplans.
  3. Fachlich und pädagogisch qualifizierte und kompetente Nachhilfelehrer.
  4. Möglichkeit einer Probestunde vor Vertragsunterzeichnung.
  5. Kurze Vertragslaufzeiten und kurze Kündigungsfristen.
  6. Kostenloses Unterrichtsmaterial, mit dem die Nachhilfeschule arbeitet.
  7. Dokumentation des Unterrichts und der Beratungsgespräche.
  8. Eine transparente und nachvollziehbare Organisation der Schule.
  9. Möglichkeit zum Austausch mit den Fachlehrern der öffentlichen Schule, wenn dies von den Eltern gewünscht wird.
  10. Qualifizierte Elterngespräche.
  11. Verpflichtung zur Einhaltung der VNN-Qualitätsstandards.
Alle diese Kennzeichen erfüllen die Mitglieder des VNN. Zusätzlich unterzeichnen die Mitglieder des VNN eine Selbstverpflichtung mit noch weiterreichenden Auflagen zur Qualitätssicherung. Einige Mitglieder haben ein TÜV-Zertifikat, ein Qualitätsmanagement-System (QMS) oder eine DIN ISO-Zertifizierung.

Wie findet man einen seriösen Anbieter?



Das Angebot scheint groß zu sein. Es wird aber schnell kleiner, wenn man einige Merkmale in die Wahl einbezieht.

  • Eine Empfehlung durch andere Eltern oder Freunde sollte genutzt werden.
  • Ein Zertifikat oder die Mitgliedschaft in einem Berufsverband sind immer ein gutes Zeichen dafür, dass sich der Inhaber um Qualität und Zuverlässigkeit für seine Schüler bemüht.
  • Ein Institut, das schon lange in einem Ort existiert ist einen Besuch wert.
  • Eltern sollten sich durch einen persönlichen Besuch einen Eindruck von den Kompetenzen und Angeboten in dem Institut machen.
  • Eine individuelle Beratung sollte immer vor Beginn der Förderung stehen. In dieser werden Lern- und Leistungsstand sowie die Lernziele des Schülers besprochen.
  • Wichtig ist ein kompetenter Ansprechpartner (Pädagogischer Berater) für die Eltern, der sich auch in der Schullandschaft des Ortes sowie in den Schulgesetzen, Bildungsplänen des Landes auskennt.
  • Durch einen Probemonat kann man die Angebote und die Zuverlässigkeit des Instituts einen Monat lang testen, ohne Verpflichtungen einzugehen.
  • Der Unterricht sollte flexibel angeboten werden.
  • Gut ist es, wenn die Nachhilfeeinrichtung mit der öffentlichen Schule kooperiert, den Lehrplan kennt und den Nachhilfeunterricht hieran ausrichtet. So greifen die schulische und die außerschulische Förderung optimal und zum Besten des Schülers ineinander.
  • Regelmäßige Lernstandskontrollen und Rücksprachen mit den Eltern tragen dazu bei, dass Lehrer, Schüler und Eltern konstant über die Lernfortschritte informiert sind.
  • Verlässlichkeit ist ganz wichtig für die Schüler und die Familie des Schülers. Dazu kann man in den AGB nachlesen, ob die Nachhilfe-Einrichtung in dieser Hinsicht verbindliche Versprechen abgibt. Einzelne „Lehrkräfte“ oder auch Schüler, die sich in der Nachhilfe betätigen, können das in der Regel nicht garantieren.
  • Die Lehrkräfte sollten kompetent und geschult sein. Sie sollten das Fach, das sie unterrichten, entweder studiert haben aber mindestens noch studieren. Dazu muss die Methodenkompetenz kommen.

Bei welchen Angeboten sollte man vorsichtig sein?



Von vollmundigen Erfolgsgarantien sollte man sich nicht blenden lassen, denn ein Garantieversprechen ist ohnehin nicht möglich. Werbeaussagen wie z.B. „5 weg oder Geld zurück“, halten wir für unseriös. Sie wiegen die Eltern zudem in falscher Sicherheit.

Auch bei besonders günstigen oder Gratisangeboten ist Vorsicht geboten: Ein oder zwei kostenlose Probestunden sind seriös. Wird mehr, womöglich ein ganzer Kurs gratis angeboten, sollten Eltern sich das Kleingedruckte sehr genau durchlesen, um versteckte Kosten oder anderweitige Verpflichtungen zu finden.

Es sollten keine langfristigen Unterrichtsverträge abgeschlossen werden müssen und kein Kleingedrucktes oder sonstige Bedingungen vorhanden sein. Ohnehin sollten Eltern bei Verträgen mit Kleingedrucktem vorsichtig sein, auf einen offenen Umgang mit den Geschäftsbedingungen achten und diese in Ruhe zu Hause prüfen. Kein seriöser Anbieter drängt zum Vertragsabschluss vor Ort.

Was muss man bei einem Nachhilfevertrag beachten?



Auf keinen Fall sollte man einen langfristigen Vertrag von sechs oder mehr Monaten unterschreiben. Selbst wenn man eine längerfristige Unterstützung sucht, sollte man sich keineswegs von vornherein vertraglich so lange binden. Die Kündigungsfrist für den Vertrag sollte höchstens zwei Monate betragen. Kleingedrucktes sollte man sich persönlich erklären lassen. Während der Vertragslaufzeit sollte es möglich sein, Fach und Form des Unterrichts jederzeit den Bedürfnissen anzupassen.

Gibt es Unterschiede bei den Nachhilfeinstituten?



Ja, auf jeden Fall. Vor allem bei den Lehrkräften gibt es große Unterschiede. Manche Nachhilfeschulen arbeiten mit Schülern oder fachfremdem Personal. Außerdem unterscheiden sich Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen enorm. Manchmal werden Zusatzkosten wie Aufnahmegebühren erhoben. Vollmundige Werbeversprechen wie „5 weg oder Geld zurück“ sind mit ganz großer Vorsicht zu genießen. Sie sind oft an viele Bedingungen gebunden, die im Kleingedruckten versteckt sind. Orientierung bei der Suche nach einer seriösen Nachhilfeschule bietet die Mitgliedschaft im Berufsverband der Nachhilfeschulen (VNN). Alle Mitglieder unterwerfen sich freiwillig den geforderten Qualitätskriterien

Was kostet Nachhilfe?



Das ist – auch regional – verschieden. Wird der Unterricht von Fachleuten erteilt, also von ausgebildeten Nachhilfelehrern, ehemaligen Lehrern oder sonstigen studierten Fachleuten, sollten Eltern beim Einzelunterricht (face to face) mit 18 bis 28 Euro pro 45 Min. rechnen. Beim Gruppenunterricht (bis zu 4 Schüler in der Gruppe) liegt die Gebühr bei 8 bis 15 Euro pro 45 Min. Allerdings sind die Preise auch oftmals abhängig von der Zahl der gebuchten Unterrichtsstunden pro Woche. Das heißt, dass auch Rabatte eingeräumt werden können, wenn der Schüler intensiv unterrichtet wird.

Welche Qualitätsstandards gelten für den Nachhilfemarkt und wer verpflichtet sich, diese einzuhalten?



Die Entwicklung von Qualitätsstandards und die Sicherung der Qualität waren ein wichtiger Grund für die Gründung des VNN und sind eine der zentralen Aufgaben des Verbandes bis heute. Die Mitglieder des VNN verpflichten sich, die hohen Qualitätsstandards des Verbands einzuhalten. Zusätzlich streben viele weitere Zertifizierungen oder Qualitätssiegel an, wie die DIN ISO-Zertifizierung. Hier ist vor allem die Zertifizierung nach DIN ISO 29990 ff, die Norm für Bildungsanbieter, mit einem einheitlichen QM-System und einer möglichen zusätzlichen AZAV-Zertifizierung zu nennen. Und das TÜV Rheinland Siegel "Qualitätsstandard Nachhilfe" der Interessengemeinschaft freier Lerneinrichtungen e.V. (IGFL). Eine Zertifizierung nach LQW wird auch immer beliebter.

Die (Selbst-)Verpflichtung zur Einhaltung hoher Qualitätsstandards bei den Mitgliedern des VNN ist auch ein wichtiger Aspekt für die Sicherheit der Eltern. In den Institutionen wird Qualität kontrolliert, die Eltern haben Rechte und dürfen Ansprüche stellen, während das beim Schwarzmarkt nicht möglich ist.

Seriöse Nachhilfeeinrichtungen bieten ihren Nachhilfelehrern verschiedene interne Schulungen an und empfehlen zusätzlich eine Zertifizierung über TutorWatch.

Wann raten Sie mir zu einer Nachhilfe? Ich möchte ja nicht überreagieren.



Es ist besser, sehr frühzeitig für einen kürzeren Zeitraum Nachhilfe zu nehmen als diese Hilfe zu spät zu nutzen. Sind die Wissenslücken erst mal größer, bedarf es einer intensiveren und längeren Förderung, um den Lernstoff aufzuholen. Daher sollten Sie bei den ersten Anzeichen von nachlassender Leistung und Motivation Rücksprache mit dem Fachlehrer halten und sich Rat suchen. So verhindern Sie, dass Ihr Kind die Freude am Lernen verliert und einen größeren Lernrückstand hat. Sollten Sie nicht sicher sein, fragen Sie auch Ihr Kind, ob es sich in der Schule noch wohl fühlt.

Gibt es Zuschüsse für Nachhilfestunden?



Eltern mit geringem Einkommen können eine Finanzierung der Nachhilfe aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, kurz BuT, beantragen. Entsprechende Anträge gibt es beim Jobcenter, der Agentur für Arbeit, im Internet, in der Schule oder beim Sozialamt. Die Nachhilfeschule vor Ort kann Ihnen genau sagen, wo der Antrag gestellt werden muss und hilft Ihnen auch dabei.

Mein Sohn benötigt in vielerlei Fächern Nachhilfe. Wie entscheide ich, welche Fächer mit Nachhilfe versorgt werden müssen?



Priorität haben die Hauptfächer, da die Zensuren hier besonders wichtig sind. Daher sollte Ihr Sohn, wenn die erforderlich ist, zuerst Nachhilfe in den Hauptfächern, das heißt Mathematik, Deutsch und Englisch, erhalten. Wählen Sie zunächst das Fach aus, bei dem sich Ihr Sohn selbst die größten Erfolgschancen ausrechnet, so wird sich seine Motivation steigern und die Leistungen in anderen Fächern wahrscheinlich auch. Bedenken Sie aber immer, dass es sehr schwierig ist, gleichzeitig Lernlücken in mehreren Fächern zu schließen. Außerdem werden die Noten in den nicht geförderten Fächern in der Zwischenzeit noch schlechter. Beraten Sie sich daher mit dem Nachhilfelehrer und dem Fachlehrer, ob eine Wiederholung der Klasse für Ihren Sohn sinnvoll wäre und besprechen Sie mit den Lehrern auch, ob Ihr Sohn die richtige Schulform besucht. Denn sowohl eine Über- als auch eine Unterforderung zeigt sich in schlechten Noten in vielen Fächern. Dann sollten Sie über einen Schulwechsel nachdenken.

Es gibt so viele Anbieter für Nachhilfe. Wie stehen Sie zu derlei Angeboten?



Dass es viele Anbieter und Angebote gibt ist gut, denn so finden Eltern für ihre Kinder genau die passende Nachhilfe. Selbstständige Schüler ohne nennenswerte Lernlücken kommen beispielsweise mit Lernvideos gut zurecht, während Schüler, die größere Verständnisschwierigkeiten haben zielgerichteter in der Einzelnachhilfe gefördert werden können. Daher ist es wichtig, sich beraten zu lassen und durch die Gespräche mit den verschiedenen Anbietern die zu Ihrem Kind passende Nachhilfe zu finden. Denn nur dann kann die Förderung auch erfolgreich sein.

Meine Tochter nimmt seit einigen Monaten Nachhilfe. Leider bisher ohne Erfolg. Soll sie weiter zur Nachhilfe gehen?



Erfolge können bei der Nachhilfe sehr unterschiedlich aussehen: Der Schüler kann dadurch die Freude am Lernen wiedergewinnen und wieder motiviert und ohne Bauchschmerzen zur Schule gehen. Sie kann sich in guten Noten zeigen. Allerdings hängt dies davon ab, wie groß die Lernlücken sind. Sind diese größer, dauert es natürlich länger, bis das Kind den Lernstoff aufgeholt hat und sich die Noten verbessern. Fragen Sie auch ihre Tochter, was sie für ein Gefühl hat: Fühlt sie sich in der Schule sicherer, hat sie den Lernstoff verstanden? Macht es ihr Freude zu lernen? Haben Sie das Gefühl, dass sich durch die Nachhilfe gar keine Veränderung zeigt, sollten Sie das Gespräch mit dem Nachhilfelehrer oder dem pädagogischen Leiter des Instituts suchen und gegebenenfalls den Nachhilfelehrer wechseln.

Mein Kind musste die Klasse wiederholen, da seine Leistungen während des Corona-Schuljahres drastisch abgefallen sind. Wie heißt das Paket, das die Schule beantragen kann? Gibt es weitere Unterstützung oder Beratungsangebote?



Sie sprechen das Bildungs- und Teilhabepaket an, kurz BuT. Darüber können Sie unter bestimmten Umständen staatlich finanzierte Nachhilfe beantragen. Wir haben zum BuT einen Flyer gemacht. Sie können den Flyer hier herunterladen. 2021 und 2022 werden überall Fördermaßnahmen im Rahmen des Corona-Aufholprogramms angeboten. Die Umsetzung handhaben die Bundesländer unterschiedlich. Wie genau die Umsetzung bei Ihnen erfolgt, erfahren Sie in der Schule Ihres Kindes oder in der örtlichen Nachhilfeschule.

Das Aktionsprogramm beinhaltet ja auch „Bildungsgutscheine“, die über die Länder an die Schulen/Kinder verteilt werden sollen. Was hat es konkret damit auf sich und wann werden diese ausgehändigt?



Das Aufholprogramm der Bundesregierung setzen die Bundesländer unterschiedlich um. Daher sollten Sie in der Schule oder der örtlichen Nachhilfeschule nachfragen, wie genau die Förderung erfolgt.

Ist es ratsamer einen jungen oder besser einen älteren oder vielleicht erfahreneren Nachhilfelehrer zu engagieren?



Jüngere Nachhilfelehrer sind näher dran an den Schülern. Das erhöht die Akzeptanz von Seiten der Nachhilfeschüler. Sie können sich außerdem gut in die Schüler hineinversetzen, weil ihre eigene Schulzeit noch nicht so lange zurückliegt. Allerdings gibt es zwei gravierende Nachteile: Der geringe Altersunterschied kann dazu führen, dass der Nachhilfeschüler seinen Nachhilfelehrer nicht ernst nimmt. Außerdem ist es wichtig, dass der Nachhilfelehrer nicht nur fachlich kompetent ist, sondern auch pädagogisch. Das heißt er muss wissen, wie man den Stoff vermittelt. Dafür muss er zumindest die Grundlagen der Pädagogik studiert haben. Auch vom Alter des Schülers kann es abhängen, ob ein erfahrener Nachhilfelehrer mit größerem Durchsetzungsvermögen der Richtige ist oder wie beispielsweise bei älteren Schülern in der Oberstufe ein jüngerer angesagter ist.

Ich lebe sehr ländlich. Online-Nachhilfe wäre für uns sehr praktisch –ist die Qualität der Förderung gleichzusetzen mit einer Betreuung vor Ort?



Online-Nachhilfe entspricht vom Betreuungsverhältnis der Einzelnachhilfe, ist also besonders intensiv. Dank der technischen Möglichkeiten können sich Nachhilfelehrer und Schüler mittlerweile fast genau so austauschen, als wäre der Nachhilfelehrer mit dem Schüler in einem Raum. Dennoch gibt es kleine Informationsverluste: So kann der Nachhilfelehrer am Bildschirm nicht so gut erkennen, ob der Schüler die Erklärung wirklich verstanden hat wie beim Präsenzunterricht. Ein geschulter Nachhilfelehrer wird das aber ausgleichen können. Ideal wäre eine Lösung mit einem Institut, das sowohl Online- als auch Präsenzunterricht anbietet. So könnte der Schüler z. B.mindestens einmal monatlich seinen Lehrer persönlich erleben.

Ich gebe meiner Tochter selbst Nachhilfe. Denken Sie, dass ich das machen kann oder würden Sie uns empfehlen anderweitig Hilfe zu suchen?



Eltern sind schlechte Nachhilfelehrerlehrer, weil sie emotional zu nah an ihrem Kind sind und die Nachhilfe das Eltern-Kind-Verhältnis belasten kann. Außerdem ist es schwer, Lösungswege zu erklären, auch, wenn man selbst die Lösung weiß. Das aber braucht das Kind, um den Stoff tatsächlich zu verstehen. Besser ist es, einen professionellen Nachhilfelehrer damit zu betrauen und selbst in Ergänzung hier und da das Kind abzufragen, mal ein Diktat zu machen oder sich vom Kind die Hausaufgaben erklären zu lassen. So bleibt Ihr Verhältnis unbelastet und Ihr Kind bekommt trotzdem eine professionelle Förderung.

Wie viel Zeit sollte man dem Nachhilfelehrer geben? Wann lässt sich erkennen, ob ein Wechsel Sinn macht?



Zu Beginn der Nachhilfe braucht ein Nachhilfelehrer etwas Zeit, das Kind und seinen schulischen Leistungsstand kennenzulernen. Dann ist der nächste Schritt, das Kind wieder zum Lernen zu motivieren. Ist es motiviert, fällt dem Kind aus Aufholen von Unterrichtsstoff viel leichter. Sprechen Sie immer wieder mit Ihrem Kind: Versteht es den Lernstoff jetzt. Kommt es in der Schule besser mit? Die nächste Klassenarbeit sollte schon ein bisschen besser ausfallen. Zeigt sich keine Veränderung, sollten Sie mit dem Nachhilfelehrer und dem pädagogischen Leiter der Nachhilfeschule sprechen, die Ursachen ermitteln und gegebenenfalls den Nachhilfelehrer wechseln.

Welche Tageszeit eignet sich am besten für die Nachhilfestunden?



Natürlich ist es gut, wenn die Schüler für die Nachhilfe fit sind. Daher ist die Zeit direkt nach dem Mittagessen eher ungeeignet, weil dann die meisten Menschen ein Mittagstief haben. Allerdings sollten Sie auch den individuellen Tagesrhythmus Ihres Kindes mitberücksichtigen und die Nachhilfestunde in eine Zeit legen, in der Ihr Kind besonders aufnahmebereit ist. Am Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr ist eine gute Zeit oder am Samstagmorgen.

Unser Kind ist 13 Jahre alt, geht in die siebte Klasse Gymnasium, ist ein guter Schüler, verweigert seit einem halben Jahr den Schulbesuch. Angeblich hat er Bauchschmerzen, doch der Arztbesuch hat keine Diagnose ergeben. Wir sind verzweifelt.



Solche Situationen kommen immer mal wieder vor, da ist Ihr Kind kein Einzelfall. Da es sich möglicherweise um ein psychisches/seelisches Problem handelt, mit dem das Kind nicht allein umgehen kann, sollte auf jeden Fall eine kompetente ärztliche Beratung gesucht werden. Mit dem Arzt und der Schulbehörde kann dann auch das weitere Vorgehen abgesprochen und organisiert werden. Im Hinblick auf den Unterricht haben wir in einem ersten Schritt gute Erfahrungen gemacht mit Einzelunterricht. Hier wird das Kind ganz individuell außerhalb der Schule betreut. Oft sind Schulverweigerer verunsichert, ängstlich, haben kein Vertrauen mehr in sich selbst, ziehen sich daher völlig zurück. Zwang ist in der Situation völlig kontraproduktiv. Der offizielle Schulbesuch kann dann für eine Weile ausgesetzt werden. Das Kind wird in dieser Zeit von einem professionellen Nachhilfelehrer beschult. Solche engagierten und geschulten Nachhilfelehrer finden Sie oft in guten Nachhilfeinstituten. Lassen Sie sich umfassend beraten. So kann wieder Vertrauen bei dem Kind aufgebaut und die Motivation gefördert werden. Vielleicht interessieren Ihr Kind ja aktuell ganz andere Themen als die, die gerade in der Schule behandelt werden. Darauf kann ein individueller Unterricht eingehen. Mit dem Schulbesuch kann man nach einiger Zeit in kleinen Schritten wieder anfangen. Die Betreuung durch die Vertrauensperson sollte dann noch eine Weile fortgesetzt werden, bis das Kind wieder selbstbewusst und fit gerne in die öffentliche Schule geht.


Weitere Informationen zur Nachhilfe finden Sie auch unter Wissenswertes zur Nachhilfe.

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